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+++ Wir lieben Aquaristik +++

Diskusfisch

Der König der Süßwasseraquaristik

Der Diskusfisch (Symphysodon spp.) gilt unter Aquarianern als die Königsdisziplin der Süßwasseraquaristik. Seine außergewöhnliche Körperform, die an eine Scheibe erinnert, und seine leuchtenden Farben in Blau, Rot, Grün, Braun und unzähligen Zuchtformen machen ihn zu einem der beeindruckendsten Fische überhaupt. Wer einen Diskus im Aquarium hält, betreibt Aquaristik auf einem anderen Niveau und wird dafür mit einem Fisch belohnt, der aktiv auf seinen Pfleger reagiert, ihn erkennt und sogar aus der Hand frisst.

Diskusfische stammen aus dem Amazonas-Becken in Südamerika, wo sie in warmem, weichem und leicht saurem Wasser leben. Diese Ansprüche müssen im Aquarium sehr genau nachgebildet werden. Wer diese Herausforderung annimmt, erlebt Fische mit einer Persönlichkeit, die in der Aquaristik ihresgleichen sucht.

Checkliste: Eigenschaften Diskusfisch

  • Herkunft: Amazonas-Becken (Brasilien, Peru, Kolumbien)
  • Wissenschaftlicher Name: Symphysodon discus, S. aequifasciatus, S. tarzoo
  • Maximalgröße: 15 bis 20 cm
  • Empfohlene Beckengröße: ab 300 Liter, Beckenhöhe mindestens 50 cm
  • Geschlechtsmerkmale: schwer zu unterscheiden, Laichrohr beim Weibchen breiter und runder
  • Hauptnahrung: Fleischfresser, Frost- und Lebendfutter, spezielles Diskusfutter
  • Bevorzugte Temperatur: 28 bis 31°C
  • Säuregrad des Wassers (pH): 5,5 bis 7,0
  • Härte des Wassers: sehr weich, unter 10°dGH
  • Fortpflanzung: Substratlaicher, Jungfische ernähren sich zunächst vom Hautsekret der Eltern
  • Sozialstruktur: Gruppenfisch, Mindestgruppe 6 Tiere
  • Schwimmbereich: mittlere Wasserzone
  • Besonderheiten: Jungfische fressen Hautsekret der Elterntiere, sehr hohe Ansprüche an Wasserqualität

Steckbrief im Überblick

Merkmal Information
Lebenserwartung 10 bis 15 Jahre
Bekannte Zuchtformen Pigeon Blood, Cobalt Blue, Red Turquoise, Golden, Leopard Snakeskin
Aktivitätszeit Tagaktiv
Lichtansprüche Gedämpftes bis mittleres Licht
Einrichtungsvorlieben Dichte Bepflanzung, Wurzeln, dunkler Bodengrund, nackte Becken in der Zucht üblich
Krankheitsanfälligkeit Hoch, empfindlich gegenüber Keimen, Parasiten und Wasserwerteschwankungen

 

Warum das Becken über alles entscheidet

Das Aquarium für Diskusfische muss warm, weich und sauber sein. Die Temperatur liegt deutlich höher als bei den meisten anderen Süßwasserfischen. Bei 28 bis 31°C fühlen sich Diskusse wohl, was bedeutet, dass viele andere Fischarten als Mitbewohner ausscheiden, weil sie diese Temperaturen nicht vertragen.

Das Wasser sollte sehr weich und leicht sauer sein. Hartes Leitungswasser muss aufbereitet werden, etwa durch eine Osmoseanlage, bevor es ins Diskusbecken kommt. Wasserwechsel von 30 bis 50 Prozent mehrmals pro Woche sind bei Diskusen keine Seltenheit, sondern notwendige Routine.

Das Becken sollte mindestens 50 cm hoch sein, damit die Tiere ihren scheibenförmigen Körper frei bewegen können. Eingerichtet wird mit Wurzeln, dichten Pflanzen und dunklem Bodengrund, was die Farben der Tiere optimal zur Geltung bringt.

Diskusfisch (depositphotos.com)

Diskusfisch

Was Diskusse fressen

Diskusfische sind Fleischfresser. Hochwertiges Frostfutter wie rote und schwarze Mückenlarven, Artemia und Rinderherz bilden die Hauptnahrung. Spezielles Diskusbeeffutter aus fein gemahlenem Rinderherz mit Zusätzen hat sich in der Praxis bewährt. Trockenfutter wird von vielen Diskussen zunächst abgelehnt, kann aber mit Geduld angewöhnt werden. Gefüttert wird zwei- bis dreimal täglich in kleinen Portionen.

Mitbewohner mit Bedacht wählen

Diskusfische sind ruhige, eher scheue Tiere. Als Mitbewohner eignen sich vor allem andere friedliche Fische, die die hohen Temperaturen vertragen: Altumbarsche, Corydoras sterbai und verschiedene Salmler. Aggressive oder sehr lebhafte Arten stressen Diskusse und sollten vermieden werden.

Unter sich sind Diskusse soziale Tiere, die in Gruppen gehalten werden möchten. Einzelhaltung führt zu Stress und Verhaltensstörungen.

Für alle, die Aquaristik wirklich ernst nehmen

Der Diskusfisch ist nichts für ungeduldige Einsteiger, aber für alle, die bereit sind, sich auf seine Anforderungen einzulassen, ist er ein unvergleichlicher Begleiter. Wer die Grundlagen der Buntbarschhaltung bereits kennt, findet beim Buntbarsch-Ratgeber eine gute Vorbereitung. Wer den direkten Einstieg in die Aquaristik sucht, sollte sich zunächst einen Überblick über robustere Zierfische verschaffen.

Bei der Erstellung war uns insbesondere bei der Einordnung und den wissenschaftlichen Namen der Fische die KI behilflich.


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