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Kampffisch

Betta splendens: Schönheit mit scharfer Grenze

Der Kampffisch (Betta splendens), auch Siamesischer Kampffisch genannt, ist einer der bekanntesten und farbenprächtigsten Aquarienfische der Welt. Seine langen, fließenden Flossen in Blau, Rot, Lila, Weiß und unzähligen weiteren Farbkombinationen machen ihn zu einem echten Hingucker. Dabei hat er eine Eigenschaft, die ihn von fast allen anderen Aquarienfischen unterscheidet: Männliche Kampffische dürfen nicht zusammen gehalten werden. Der Name ist Programm.

In seiner Heimat Südostasien lebt der Betta splendens in flachen Reisfeldern, Teichen und langsam fließenden Gewässern. Dort ist das Wasser oft warm, sauerstoffarm und trüb. Die Fähigkeit zur Labyrinthorganatmung, also Luftatmung an der Wasseroberfläche, hat den Kampffisch zu einem außerordentlich robusten Überlebenskünstler gemacht.

Checkliste: Eigenschaften Kampffisch (Betta splendens)

  • Herkunft: Südostasien (Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam)
  • Wissenschaftlicher Name: Betta splendens
  • Maximalgröße: 6 bis 7 cm
  • Empfohlene Beckengröße: ab 20 Liter (Männchen), ab 30 Liter (Weibchen)
  • Geschlechtsmerkmale: Männchen mit langen Flossen und intensiver Färbung, Weibchen kleiner, kürzere Flossen, blasser
  • Hauptnahrung: Fleischfresser, Frost- und Lebendfutter, spezielles Bettafutter
  • Bevorzugte Temperatur: 24 bis 30°C
  • Säuregrad des Wassers (pH): 6,0 bis 7,5
  • Härte des Wassers: weich bis mittelhart
  • Fortpflanzung: Schaumnestbauer, Männchen baut Schaumnest und bewacht Gelege
  • Sozialstruktur: Einzelhaltung für Männchen zwingend, Weibchen können in Gruppen gehalten werden
  • Schwimmbereich: alle Zonen, bevorzugt obere Wasserschicht
  • Besonderheiten: Labyrinthorganatmung, Männchen kämpfen bis zum Tod

Steckbrief im Überblick

Merkmal Information
Lebenserwartung 2 bis 5 Jahre
Bekannte Zuchtformen Halfmoon, Crowntail, Doubletail, Plakat, Giant Betta
Aktivitätszeit Tagaktiv
Lichtansprüche Gedämpftes bis mittleres Licht
Einrichtungsvorlieben Dichte Bepflanzung, Schwimmpflanzen, Verstecke, ruhige Strömung
Krankheitsanfälligkeit Mittel, anfällig für Flossenfäule bei schlechter Wasserqualität

 

Was ein gutes Bettabecken ausmacht

Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum gehört der Kampffisch nicht in ein kleines Glas oder eine Vase. Er benötigt ein richtiges Aquarium mit Filterung, Heizung und ausreichend Platz. Mindestens 20 Liter für ein einzelnes Männchen sind die untere Grenze. Das Becken sollte gut bepflanzt sein, denn Kampffische lieben Verstecke und nutzen Pflanzenblätter als Ruheplätze.

Die Strömung im Becken sollte schwach sein. Starke Wasserbewegung macht den langen Flossen der Zuchtformen zu schaffen und erschöpft die Tiere. Schwimmpflanzen an der Oberfläche sind ideal, da Bettas regelmäßig Luft holen und die Oberfläche stets frei zugänglich sein muss.

Die Wassertemperatur sollte konstant zwischen 24 und 30°C liegen. Kampffische reagieren empfindlich auf Kälte. Bereits unter 20°C werden sie träge und anfällig für Krankheiten. Eine zuverlässige Aquarium Heizung ist daher Pflicht.

Fütterung: Fleischfresser mit Anspruch

Kampffische sind Fleischfresser. Spezielles Bettafutter in Form kleiner Pellets ist eine gute Basis, sollte aber durch Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien ergänzt werden. Gefüttert wird einmal täglich in kleinen Mengen. Überfütterung führt schnell zu Wasserverschmutzung und Verdauungsproblemen. Ein Fastentag pro Woche ist empfehlenswert.

Kampffisch (Betta splendens) (depositphotos.com)

Kampffisch (Betta splendens)

Die eine Regel, die niemals gebrochen werden darf

Männliche Kampffische dürfen unter keinen Umständen zusammen gehalten werden. Schon der Anblick eines anderen Männchens, selbst das eigene Spiegelbild, löst Imponiergehabe und Kämpfe aus. Dauerhafter Sichtkontakt zu anderen Männchen bedeutet permanenten Stress.

Mit anderen friedlichen Fischarten, die keine langen Flossen haben und nicht rot gefärbt sind, kann ein Kampffischmännchen jedoch durchaus vergesellschaftet werden. Geeignete Mitbewohner sind kleine Salmler, Corydoras oder Zwergbuntbarsche, sofern das Becken groß genug ist und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bietet. Garnelen sind im Gemeinschaftsbecken möglich, werden aber manchmal bejagt.

Weibliche Kampffische können in sogenannten Sororitys in Gruppen von 5 oder mehr Weibchen zusammen gehalten werden, sofern das Becken ausreichend groß und strukturiert ist.

Ein Einzelgänger der besonderen Art

Der Kampffisch ist einer der faszinierendsten Einzelfische, die die Aquaristik zu bieten hat. Seine Farbenpracht, sein Verhalten und seine Persönlichkeit machen ihn zu einem Tier, das man stundenlang beobachten kann. Wer mehr über geeignete Beckengrößen für Bettas erfahren möchte, findet beim Nano Aquarium hilfreiche Informationen. Einen Überblick über weitere spannende Zierfische gibt es auf der Zierfische-Seite.

Bei der Erstellung war uns insbesondere bei der Einordnung und den wissenschaftlichen Namen der Fische die KI behilflich.


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